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Sonntag, den 15.05.2022 |

Der TerraZoo in Rheinberg


Die Geschichte des TerraZoo in Rheinberg geht zurück auf den Offsetdrucker, Schriftsetzer und Kommunikationwirt Daniel Kahlen, der aufgrund seines Faibles für Reptilien im Jahre 1996 mit der Unterstützung seiner Familie und seiner Freunde im Keller einer Schachtanlage in Moers einen kleinen Reptilienzoo aufbaute. Trotz finanzieller Engpässe zog er nur fünf Jahre später in eine größere Halle mit Außengelände, Führungsräumen für Schulklassen, einem Labor und einer Quarantänestation nach Rheinberg, um dort ein mittlerweile anerkanntes zoologisches Institut zu realisieren, für das die feuchten Kellerräume in Moers nicht den geeigneten Rahmen boten.

Eines der zahlreichen Terrarien
Aufgrund fehlender Gewinne, gleichzeitig hoher Schulden bei den Bankinstituten und trotz der Umwandlung des Zoos in eine gemeinnützige Gesellschaft konnte die Insolvenz im Jahre 2010 und die anschließende Zwangsversteigerung nicht mehr abgewendet werden. Im Dezember 2010 übernahm Uwe Ringelhan, Betreiber einer Reptilien-Auffangstation im hessischen Sontra, den TerraZoo in Rheinberg – für einen Kaufpreis von 430.000 Euro. Daniel Kahlen selbst erlebte diesen Schritt nicht mehr – er verstarb im Juli 2010 an Herzversagen im Alter von nur 47 Jahren. Seine Ideologie hingegen, nämlich Reptilien den Menschen in Form von Infotainment näher zu bringen, wurde in den folgenden Jahren konsequent weitergeführt.

Es gibt heute im TerraZoo Rheinberg rund zweistündige Führungen, die aus einem theoretischen Teil, bei dem die Besucher interessante Informationen über Spinnen, Schlangen oder Echsen unterhaltsam vermittelt bekommen, und einem praktischen Teil, wo die Gäste in direktem Kontakt mit diesen Tieren kommen können, bestehen. Auch das Angebot "Tierpfleger für einen Tag" ist für Reptilienfreunde hochinteressant, da hier wesentliche Informationen in der Praxis vermittelt werden. Dazu gibt es zusätzliche Sonderveranstaltungen wie beispielsweise eine "Photonight", wo verschiedene Tiere bei geöffneten Terrarienscheiben fotografiert werden können, oder Events zu Halloween oder anlässlich des Karnevals.



© parkscout/MV